Benin

 

DX-Pedition nach Benin – TY7C

Vom 07.03. – 18.03.2018 ging es mit 5 Funkamateuren des RADIO CLUB DE
PROVINS, F6KOP nach Benin in Westafrika. Noch mit dabei waren 3 weitere
OM aus Deutschland und ein OM aus Österreich. Meine Lieblingsbetriebsart ist
die Morsetelegrafie, jedoch wurden zum Zeitpunkt meiner Zusage nur noch
SSB bzw. Digital OP gesucht. Mit dem Fernschreiben würde ich klarkommen.
Der Sprechfunk ist nicht so sehr mein Fall. Das klingt komisch, ist aber so.
Als ich erstmals Ende 2017 von meinem Freund Jo, DJ3CQ von dieser Aktivität
erfuhr, war für mich klar, die Termine in meinem Kalender fesseln mich hier in
Deutschland. Doch schon bald klopfte das Glück an meine Tür. Termine wurden
storniert und meine Chance auf Urlaub erhöhte sich. Jetzt musste ich mich nur
noch entscheiden. Mit der Frau und den Kindern nach Fuerteventura oder mit
9 „Verrückten“ nach Afrika. Meine liebe YL Heike, DL3HD machte mir Mut und
sagte „mach es!“. Seit unserer gemeinsamen Aktivität von den Kapverden weiß
sie ganz genau was es bedeutet auf eine DXpedition zu gehen.

Vorbereitungen

Nach einer Bestätigung vom Teamleiter Jean-Luc, F1ULQ und der Genehmigung
vom Arbeitgeber ging es an die Vorbereitung. Einige Impfungen waren notwendig
und ein Visum musste beantragt werden.
Hin- und Rückflug von Paris nach Cotonou wurden als Gruppenticket vom RADIO
CLUB DE PROVINS für uns gebucht. Wir (DJ3CQ, Jo – OE7PGI, Philipp und ich,
DL2MDU) mussten uns um die Flüge von München nach Paris und wieder zurück
nach München kümmern.
Nach einer Anzahlung für Flüge und Unterkunft in Benin beim Schatzmeister
des RADIO CLUB DE PROVINS warteten wir auf das Visum. Zwischenzeitlich
kümmerte ich mich um Moskitonetz, Moskitolotion, Moskitospray und den Sonnen
schutz. Heike war so lieb und organisierte die Reiseapotheke für mich.
Mein Pass mit dem Visum kam innerhalb 5 Tagen aus Berlin zurück und nun hätte
es schon losgehen können. In Frankreich gab es aber noch viel zu tun um all das
Material (Transceiver, Endstufen, PCs und Antennen) vorzubereiten und zu testen.
Danach musste alles verpackt und für den Zoll registriert werden. Auf dem Flug
von Paris nach Cotonou durfte jeder von uns 2 x 23kg als Koffer einchecken und
1 Handgepäck mit maximal 12kg in die Kabine nehmen. Dies war eine der größten
Herausforderungen um einem „saftigen“ Mehrpreis für Übergepäck aus dem Weg
zu gehen. Hierfür hatte ich anfangs wenig Verständnis. Meinen Fotorucksack mit
Laptop einfach daheim zu lassen und in ein neues Land zu reisen war schmerzhaft.
Die wertvolle Fotoausrüstung einfach in den Koffer zu packen war mir zu riskant.
Also sollte es diesmal nur Bilder und Videos mit dem Smartphone aufgenommen
geben.

Treffen mit Philipp und Jo

Am Abend des 06.03.2018 traf ich mich mit Philipp, OE7PGI und  Jo, DJ3CQ in
einem bayerischen Lokal zum gemeinsamen Essen. Philipp schlief die Nacht bei
Jo und am nächsten Morgen fanden wir uns am Flughafen im Erdinger Moos ein
wo unser Flugzeug mit einer Verspätung nach Paris abhob. Zu diesem Zeitpunkt
wussten wir noch nicht, dass auch unser Flug von Paris nach Cotonou in Benin
eine Verspätung haben würde. Außerdem hatten wir keine Ahnung, dass sich
diese Verspätung als Pluspunkt für uns darstellen könnte.

Verloren und wieder gefunden

In Paris angekommen stiegen wir vom Flugzeug in Busse ein, die uns zum Terminal brachten. Ich war in einem der ersten Busse. Jo kam nach mir und dann sollte noch
Philipp kommen. Jo und ich warteten eine Weile an einer Rolltreppe. Philipp kam nicht
und so setzten wir unseren Weg zum Gepäckband fort um unsere Koffer zu holen.
Wir gingen davon aus, dass wir hier auch wieder auf Philipp treffen würden. Nachdem
aber Philipp auch hier nicht zu sehen war wurde uns schnell bewusst, dass er sich
scheinbar verlaufen hatte. Nach Kontaktaufnahme über WhatsApp bewahrheitete sich
unsere Vermutung und nun ging im wahrsten Sinne eine „Suche nach der Stecknadel
im Heuhaufen“ los. Doch ein anderer Spruch heißt „Ende gut, alles gut“. So konnten
wir mit dem Personal am Flughafen und den Bildern die wir von Philipp erhielten den
Standort bestimmen und ihn wieder auf „den rechten Weg“ bringen. Alle waren froh!

Jetzt wurde das Gepäck aufgeteilt. Jeder von uns bekam ein zweites Gepäck mit
23kg zum einchecken und ein Handgepäck mit 12kg.